BVMed_logoBerlin Der Inkontinenz-Fachbereich des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die Online-Petition des Selbsthilfeverbandes Inkontinenz mit dem Titel „Bedarfsgerechte Versorgung mit Inkontinenzhilfen ohne Aufzahlung sicherstellen“. Darin wird die Versorgung von Inkontinenz-Patienten ohne Aufzahlung gefordert. Für das Gelingen der Online-Petition werden bis 11. Juni 2015 insgesamt 50.000 Unterschriften benötigt. Mehr auf: www.aktion-inkontinenzhilfe.de (Online-Petition).

Inkontinenz ist eine anerkannte Krankheit der WHO und tritt als Folge von verschiedenen Grunderkrankungen auf. Die Inkontinenz-Versorgung fällt daher in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Die Betroffenen haben gegenüber ihrer Krankenkasse einen Anspruch auf eine adäquate medizinisch notwendige Versorgung mit Inkontinenzhilfen.

Die Online-Petition fordert, dass Menschen mit Inkontinenz die Inkontinenzhilfen in der Qualität und Menge bekommen, die sie für ihre Versorgung benötigen und die ihnen gesetzlich zustehen, ohne aus eigener Tasche aufzuzahlen. Dazu sollen Krankenkassen Verträge schließen, die Patienten ein Wahlrecht zwischen verschiedenen Anbietern und Produkten ermöglichen. „Ausschreibungsverfahren für Inkontinenzhilfen sind so anzupassen, dass der Schweregrad der Inkontinenz bei der Ausschreibung berücksichtigt wird“, heißt es in dem Petitionstext.
In der Begründung steht, dass viele Betroffene heute nicht mehr in ausreichender Menge und Qualität versorgt werden. Sie müssen vielmehr aus eigener Tasche aufzahlen, um weiterhin die Inkontinenzhilfen zu erhalten, die sie benötigen und gewohnt sind. Als Folge einer unzureichenden Versorgung nässen sich die Patienten unnötig ein. „Dadurch steigt das Risiko von Infektionskrankheiten sowie von Druckstellen und Druckgeschwüren. Die sozialen Auswirkungen sind ebenso gravierend: Menschen mit Inkontinenz genieren sich und können am sozialen Leben nicht mehr teilnehmen. Ihre Lebensqualität wird massiv beeinträchtigt“.

Quelle: BVMed