GKV„Die Krankenhäuser sind ein bedeutender Teil der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Allerdings gibt es nennenswerte Qualitätsunterschiede an deutschen Krankenhäusern. Wir haben ein Problem vor allem mit kleinen Kliniken und zwar nicht so sehr mit denen auf dem Land, sondern eher im städtischen Raum. Gleichzeitig steht rund jedes fünfte Krankenhausbett leer und wird für die gute Versorgung der Menschen nicht benötigt. Es ist endlich an der Zeit, die verkrusteten Strukturen zu modernisieren. Dazu gehört allerdings auch eine ausreichende Finanzierung der notwendigen Investitionen. Während die Beitragszahler Jahr für Jahr zusätzliche Milliarden für die Krankenhäuser aufbringen, leisten die Länder bei den Investitionsfinanzierungen nicht genug.

Die Krankenkassen fordern bereits seit 2007 die Möglichkeit, für planbare Krankenhausleistungen Direktverträge zu Preis, Menge und Qualität schließen zu können. Ziel ist es, Patienten vor schlechter Qualität zu schützen. Die im Koalitionsvertag vorgesehene, vorsichtige Öffnung über Qualitätsverträge für vier vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) ausgewählte, planbare Leistungen begrüßt der GKV-Spitzenverband daher ausdrücklich. Zugleich bleibt die Koalition damit aber hinter den Möglichkeiten zurück. Denn Preise und Mengen bleiben von den Verträgen unberührt, und wie der Ausschluss schlechter Qualität funktionieren soll, wenn der Kontrahierungszwang nicht eingeschränkt wird, bleibt unklar. Weil die Qualität einer Operation für den Patienten überaus wichtig ist, sollte sie auch bei der Bezahlung der Krankenhäuser berücksichtigt werden. Wir wünschten uns, dass sich die Klinikverbände an die Spitze der Bewegung stellten, statt sich im Bremserhäuschen einzurichten.

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