Kiel Nun ist es höchste Zeit, um noch vor Beginn der nächsten Grippewelle geschützt zu sein. Nach der Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist. Impfen lassen sollten sich vor allem sogenannte Risikogruppen. Dazu zählen Schwangere, Ältere über 60 Jahren und Personen mit chronischen Erkrankungen. Für sie kann die Grippe zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Darüber hinaus wird dies auch Menschen, die in Gesundheitsberufen arbeiten, und allen Betreuern von Risikopatienten empfohlen.

Die Bedeutung der Schutzimpfung wird bislang in der Bevölkerung deutlich unterschätzt: So die Ergebnisse einer repräsentativen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Demnach erachtet die Hälfte der Deutschen die Grippeimpfung im Erwachsenenalter für nicht so wichtig. Drei Viertel der Befragten, für die eine Grippeimpfung empfohlen wird, wissen durchaus, dass diese Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden muss. Allerdings weicht das Verhalten bei vielen Menschen vom Wissensstand ab: nur 40 Prozent der chronisch Erkrankten und 49 Prozent der Senioren geben an, sich jährlich impfen zu lassen.

Dass die Gefahr der Grippe unterschätzt wird, zeigt eine Meldung der Uniklinik Heidelberg. Demnach brachte der letzte Winter die heftigste Grippewelle seit acht Jahren. In der Grippe-Saison 2012/13 erkrankten deutlich mehr Menschen als in den Jahren zuvor so schwer, dass sie sich stationär behandeln lassen mussten.

Quelle: AOK-Nordwest/BZgA