Berlin Das Bundesministerium für Gesundheit war heute Gastgeber für hochrangige Vertreter von medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften aus Deutschland und China, die im Beisein des Staatssekretärs Thomas Ilka und eines Vertreters der chinesischen Botschaft eine Kooperationserklärung unterzeichnet haben. Die Berlin-Declaration soll dazu beitragen, den bisherigen Austausch zwischen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie und der Chinese Orthopaedic Association zu verstetigen und zu institutionalisieren. Zu den Gästen des Ministeriums gehörten außerdem Vertreter von führenden deutschen Medizintechnikunternehmen, ohne die eine Weiterentwicklung effizienter Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten nicht denkbar ist und die ihren Beitrag zur Unterstützung der deutsch-chinesischen Kooperation leisten wollen.

Dazu erklärt Staatssekretär Thomas Ilka: „Wir wollen die gesundheitspolitische Bedeutung unterstreichen, die die Kooperation zwischen den Fachgesellschaften für Orthopädie und Traumatologie für beide Länder hat. Deshalb ist das Bundesministerium für Gesundheit heute Gastgeber für die Kooperationspartner aus Deutschland und China. Die Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane stehen weltweit an der Spitze der Krankheiten. Vor allem degenerative Erkrankungen und Verletzungen fordern den Volkswirtschaften hohe Kosten ab. Ich teile die Einschätzung der heute anwesenden Fachgesellschaften, dass es sinnvoll ist, über die Staatengrenzen hinweg den medizinisch-wissenschaftlichen Austausch voranzubringen.“

Vom 21. bis zum 24. Oktober 2013 findet in Berlin der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie statt. Parallel dazu wird am 23. Oktober 2013 ein deutsch-chinesisches Symposium gemeinsam mit der World Orthopaedic Alliance durchgeführt. An diesen Veranstaltungen nehmen über hundert medizinische Fachexperten aus China teil.

Ziel der Kooperation ist es auch, die weltweit bisher ungleiche Versorgungsqualität in den verschiedenen Ländern auf einem hohen Niveau zu harmonisieren. Entwicklungen, die der wachsenden Zunahme von Krankheiten der Bewegungs- und Haltungsorgane Vorschub leisten, lassen sich weltweit beobachten. Dazu gehören vor allem Bewegungsmangel von früher Kindheit an und zunehmend falsche Ernährungsgewohnheiten, die zu Übergewicht führen können, aber auch Unfälle mit Knochenbrüchen, von denen im Kindes- und Jugendalter sowie bei Arbeit, Freizeit und im Straßenverkehr viele Menschen betroffen sind.

Den Wortlaut der Berlin-Declaration und weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie unter www.dgou.de.

Quelle: Bundesgesundheitsministerium