Berlin Der Spätsommer ist die Zeit der Wespen. Sticht eine Wespe zu, ist dies schmerzhaft – und in einigen Fällen mitunter gefährlich. Für Menschen mit einer Insektengift-Allergie kann ein Wespenstich sogar lebensbedrohlich sein. Wirksame Sofortmaßnahmen helfen, Schlimmeres zu vermeiden.

Tipps gegen Schwellungen und Juckreiz

Zu einem Stich kommt es meist dann, wenn sich die Tiere bedroht fühlen. „Dann sollte zuerst geprüft werden, ob der Stachel der Wespe in der Wunde verblieben ist. Falls ja, sollte er schnell und äußerst vorsichtig entfernt werden, am besten mit einer Pinzette“, rät Dr. Utta Petzold, Allergologin bei derBARMER GEK. Anschließend gilt es, die stachelfreie Wunde mit einem feuchten Tuch oder einer Gel-Kühl-Kompresse zu kühlen. Die Kühlung hilft in den ersten Stunden gegen den Schmerz. Der Juckreiz und die Schwellung lassen sich mithilfe von Gels, die Antihistaminika enthalten, bekämpfen.

Hilfe für Allergiker

Sollte es zu allgemeinen körperlichen Reaktionen kommen, ist besondere Vorsicht geboten. Beschwerden an anderen Körperstellen können ein Hinweis auf eine allergische Reaktion sein, die für Betroffene schnell lebensbedrohlich werden kann. „Bei Symptomen wie Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen muss umgehend ein Notarzt gerufen werden“, so Petzold. An einer solchen Insektengift-Allergie leiden etwa drei Prozent der Deutschen, das sind 2,4 Millionen Betroffene. Ist die Allergie nachgewiesen, empfiehlt Petzold, das vom Arzt verschriebene Notfallset mit Adrenalinspritze, Kortison und einem Antihistaminikum immer bei sich zu haben.

Wie bei anderen Allergien auch können sich Betroffene durch eine spezifische Immuntherapie, die so genannte Hyposensibilisierung, vor den Folgen eines Wespenstichs schützen. „Hierbei erhalten die Patienten verdünntes Insektengift, an das sich der Körper mit der Zeit gewöhnt und daher die allergische Reaktion abschwächt oder ganz aufhebt“, erklärt Petzold.

Quelle: Barmer GEK