Berlin Die BARMER GEK bekräftigt ihre Forderung nach einer Reform der hausarztzentrierten Versorgung innerhalb des Kollektivvertragssystems. BARMER GEK Chef Dr. Christoph Straub: „Mit dem Paragrafen 73b ist der Gesetzgeber übers Ziel hinausgeschossen. Bis zum heutigen Tag konnten diese Verträge nicht zeigen, dass durch sie Patientinnen und Patienten besser versorgt werden. Zudem haben die vorhandenen Parallelstrukturen in der hausärztlichen Versorgung keinen spürbaren Beitrag gegen den sich abzeichnenden Ärztemangel in strukturschwachen Regionen geleistet. Wir brauchen deshalb einen neuen Anlauf.“

Laut Straub gehört die hausarztzentrierte Versorgung in die Regelversorgung. „Eine starke, auskömmliche Finanzierung der hausärztlichen Versorgung ist wichtig.“ Allerdings seien es nicht mehr berufsständische Honorarfragen, die im Mittelpunkt stünden. Heute gehe es schlichtweg darum, den medizinischen Nachwuchs von der Attraktivität des Hausarztberufes zu überzeugen und die hausärztliche Versorgung in strukturschwachen Gebieten sicherzustellen. „Diese Herausforderungen lassen sich im Bezugsrahmen des Kollektivvertragssystems besser lösen.“

Dies schließe nicht aus, dass es weiterhin zusätzlich Individualverträge mit Hausärzten für besondere Versorgungsbedarfe geben soll. Auch könne eine Reform des Kollektivsystems von guten Ansätzen im selektivvertraglichen Bereich lernen. „Allerdings lassen sich Sonderkonditionen und Einzelfalllösungen nicht einfach auf den Bund übertragen“, so Straub.

Quelle: Barmer GEK