Die AOK-Entscheidungshilfe für Patienten macht Qualitätsunterschiede bei Kliniken jetzt auch für Herzkatheter-Operationen sichtbar. Therapeutische Herzkatheter gehören zu den häufigsten Eingriffen bei herzkranken Patienten in Deutschland. Allein im Jahr 2010 wurden etwa 326.000 dieser Behandlungen durchgeführt. Doch auch ein solcher Routine-Eingriff ist mit gewissen Risiken verbunden. Es kann zu Gefäßverletzungen, Herzrhythmusstörungen oder Nierenschädigungen durch das Kontrastmittel kommen. Auch Folgeeingriffe belasten die Patienten zusätzlich.

www.aok-krankenhausnavigator.de

Der AOK-Krankenhausnavigator unter der Adresse www.aok-krankenhausnavigator.de macht nun transparent, welche Kliniken bei therapeutischen Herzkathetern für Patienten ohne Herzinfarkt besonders gut abschneiden. Anhand von Symbolen können die Nutzer schnell und einfach die Krankenhäuser in ihrer Region mit den niedrigsten Komplikationsraten und der geringsten Zahl von Folgeeingriffen erkennen: Drei Lebensbaumsymbole stehen für überdurchschnittliche Qualität einer Klinik, zwei für durchschnittliche und eines für unterdurchschnittliche Qualität.

Große Unterschiede zwischen Kliniken

Komplikationen und Folgebehandlungen kommen in einigen Krankenhäusern sehr viel häufiger vor als in anderen: Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat festgestellt, dass es bei einem Viertel der deutschen Krankenhäuser mindestens 51 Prozent mehr Komplikationen und Folgeeingriffe gibt als bei dem Viertel der Kliniken mit den geringsten Raten.

Anonymisierte Auswertung von Patienten-Daten

Im AOK-Krankenhausnavigator sind außerdem Qualitätsinformationen zu Gallenblasen-Operationen sowie zu planbaren Eingriffen an Knie- und Hüftgelenken und bei Oberschenkelhalsbrüchen abrufbar. Grundlage des Klinikvergleichs ist das Verfahren „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR) des Wissenschaftlichen Instituts des AOK. Dabei werden alle Krankenhausbehandlungen, aber auch andere Folgebehandlungen von Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff ausgewertet. Dies geschieht ohne zusätzlichen Dokumentationsaufwand für die Krankenhäuser, denn zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden ausschließlich Daten verwendet, die der AOK ohnehin vorliegen. Einen Teil dieser Daten wertet das WIdO in anonymisierter Form aus und analysiert Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen und Folgeeingriffe während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Ein wissenschaftlich entwickeltes statistisches Verfahren, das unter anderem Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen der Patienten berücksichtigt, sorgt für einen fairen Vergleich zwischen den Kliniken.

Weitere Angebote: Der AOK-Pflegeheimnavigator und der AOK-Pflegedienstnavigator

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Quelle: AOK Nordwest