Berlin Bundesfamilienministerium und Bundesarchitektenkammer zeichnen Preisträger bei Wettbewerb aus. Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer, haben heute (Montag) die Gewinnerinnen und Gewinner des Studentenwettbewerbs „Altersgerecht Bauen und Wohnen – Barrierefrei, quartierbezogen, integrativ“ ausgezeichnet. 32 Arbeiten von 18 Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur und Stadtplanung wurden eingereicht. Davon erhielten heute in Berlin sechs Arbeiten einen Preis und weitere sechs Arbeiten eine Lobende Anerkennung.

„Ich freue mich sehr über die große Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern“, so Dr. Hermann Kues. „Wir haben den Wettbewerb gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer ausgelobt, um die heutigen Studenten und späteren Architekten für das Thema altersgerechtes Bauen und Wohnen zu gewinnen. Ich bin beeindruckt von der Kreativität der Studierenden und der Qualität der Arbeiten. Die Architekten von morgen haben ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Menschen, selbstbestimmt zu wohnen, an gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen und soziale Kontakte zu pflegen. Sie tragen so dazu bei, die älter werdende Gesellschaft als Chance zu begreifen“, hob der Parlamentarischer Staatssekretär anlässlich der Preisverleihung hervor.

Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer ergänzte: „Die Wettbewerbsbeiträge zeugen von einem sehr hohen Ausbildungsniveau an deutschen Hochschulen. Sie belegen eine Intensive Auseinandersetzung mit dem Thema altersgerechtes Bauen und Wohnen. Es war eine Freude, das große Engagement der Studentenschaft in den durchweg sehr ansprechenden Arbeiten widergespiegelt zu sehen. Die Auseinandersetzung mit der Anpassung von Wohnraum an die Lebensphasen seiner Bewohner und an den demografischen Wandel ist ein wichtiger Bestandteil der Architektur. Auch der Tag der Architektur am 29./30. Juni unter dem Motto ‚Architektur leben‘ beschäftigt sich mit diesem Thema.“

Folgende Preise wurden vergeben:

  • Erster Preis: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf für eine Arbeit aus dem Bereich der Stadtplanung mit dem Titel „Gemeinsam altern. Zusammen jung bleiben“. Die Arbeit schafft ein vorbildliches differenziertes Wohnangebot, ein bedarfsgerechtes Wohnumfeld für Alt und Jung und Quartiersplätze zur Begegnung der Menschen.
  • Zweiter Preis: Hochschule Ostwestfalen-Lippe für die Arbeit „Schwellenlos kommunizieren – Oerlinghausen barrierefrei“. Die Studierenden konzipierten ein Informations- und Leitsystem mit besonderen Maßnahmen der Beleuchtung und Orientierung für Menschen mit und ohne Behinderung.
  • Zwei dritte Preise gingen an die Technische Universität Dresden für die Arbeit „Begegnungskette Erlauer Bahnhof“ und an das Kooperationsprojekt „Grün imPulse“ der Fachhochschule Dortmund und der Technischen Universität Dortmund.

Zwei Sonderpreise gingen für besondere studentische Kreativität an die Bauhaus Universität Weimar sowie für Angebote des Wohnens und der Begegnung für Demenzkranke noch einmal an die Technische Universität Dresden.

Die prämierten Arbeiten wurden von einer unabhängigen Jury – bestehend aus Vertretern des Bundesfamilienministeriums, des Bundesbildungsministeriums, der Bundesarchitektenkammer, der Wohnungswirtschaft sowie Architekten und Stadtplanern – ausgewählt. Die Jury entschied auch über die Verteilung des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 50.000 Euro auf die ausgewählten Arbeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.dewww.bak.de sowie auf dem Serviceportal www.serviceportal-zuhause-im-alter.de.

 

Quelle: Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend