Berlin Zitternde Hände, starre Gesichtszüge, Haltungs- und Gangstörungen, Schlaflosigkeit – die typischen Symptome des Parkinson-Syndroms wurden bereits vor 200 Jahren beschrieben. Zwar ist die Krankheit noch immer nicht heilbar, durch gezielte Medikation lassen sich aber ihre Symptome effektiv lindern. Dr. Thomas Giese, Neurologe bei der BARMERGEK, erklärt: „Dazu bedarf es der sorgfältigen Diagnosestellung und einer individuell angepassten Arzneimitteltherapie.“

Allerdings kann die optimale Einstellung des Patienten auf eine für ihn hilfreiche Medikation mit zunehmendem Krankheitsverlauf medizinisch sehr anspruchsvoll werden. Giese: „Die BARMER GEK bietet deshalb Parkinson-Patienten eine individuelle videobasierte Therapie im häuslichen Umfeld an.“ Dazu schaltet sich der behandelnde Arzt zu verabredeten Zeiten per Videokamera ins Wohnumfeld des Patienten dazu. Mithilfe spezieller Bewegungsübungen analysieren dann Arzt und Patient gemeinsam die konkrete Wirkung der Medikamente. Zudem werden Alternativen bei Auswahl, Dosierung und Einnahmezeitpunkt besprochen.

Vorteil: Der Arzt verschafft sich ein realistisches Bild über den Erfolg der Arzneimitteltherapie im konkreten Wohnumfeld. Und dem Patienten bleibt der Krankenhaus-Aufenthalt erspart. „Das Krankenhaus spiegelt nicht die Alltagssituation wider: Die Einnahme von Medikamenten wird angewiesen, überall gibt es Unterstützung durch Krankenpfleger etc…“, erläutert Giese. Therapie müsse aber nicht nur unter klinischen Bedingungen funktionieren, sondern auch im Alltag des Patienten verankert werden. „Insofern kann diese telemedizinische Anwendung zur Optimierung der Behandlung in vielen Fällen hilfreich sein.“

Entsprechende Angebote bestehen unter anderem in Düsseldorf, München oder Berlin. Weiterführende Links zum Thema: www.parkinson-vereinigung.de undwww.welt-parkinson-tag.de

Quelle: Barmer GEK