Baierbrunn Großeltern zu werden kann eine große Herausforderung sein: Muss Enkel David unbedingt vegetarisch essen, darf er mit zerrissenen Jeans in die Schule gehen, oder stundenlang am Computer spielen? Sollen Großeltern mitreden oder besser schweigen? „Erziehung ist die Sache der Eltern, sie sind die Hauptverantwortlichen“, sagt die Berliner Familientherapeutin Gundula Femmer im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Wenn Oma und Opa Ratschläge geben möchten, dann am besten in Ich-Form, etwa: Ich habe das damals so und so gemacht. Aber Großeltern müssen wissen, dass sie sich durch ständige, ungefragte Ratschläge unbeliebt machen. Für ihre Rolle „in der zweiten Reihe“ dürfen sie aber auch in Anspruch nehmen zu entscheiden, ob und wann sie etwa zur Betreuung einspringen. Sie müssen nicht ihre gesamte Freizeit zur Verfügung stellen. Eine gute Möglichkeit für engagierte Opas und Omas, ihre Rolle zeitgemäß zu finden, sind Großelternkurse, die es bei pädagogischen Beratungsstellen, in Hebammenpraxen, Mutter-Kind-Zentren oder beim Kinderschutzbund gibt.

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Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 3/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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Ruth Pirhalla
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