Bunte Weihnachtsplätzchen, frisch geschnittenes Tannengrün, dampfender Glühwein. Wem läuft bei dieser Vorstellung nicht das Wasser im Mund zusammen? Man kann gar nicht anders. Verantwortlich hierfür sind die typischen Weihnachtsgewürze. Wir haben sie seit unserer Kindheit ganz tief in uns abgespeichert. Sie warten nur darauf, alljährlich wieder geweckt zu werden.

Mehr als reiner Geruch

Das besondere Aroma verschiedener Gewürze ist für die Weihnachtszeit unverwechselbar und charakteristisch. Doch sie sorgen nicht nur für den herrlichen Duft und leckeren Geschmack. Sie üben gleichzeitig vielfältige Wirkungen auf unseren Körper aus. Schon unsere Vorfahren vor Tausenden von Jahren setzten Gewürze und Kräuter gezielt ein, um Krankheiten vorzubeugen und Beschwerden zu lindern. Nämlich: Anis, Kardamom, Nelken und Zimt.

Anis bei Husten

Gerade in der kalten Jahreszeit ist Anis besonders wertvoll und darf in keinem Hustenbonbon fehlen. Auch als Tee mit Kümmel und Fenchel zubereitet wirkt das Gewürz schleimlösend und hustenstillend. Gleichzeit unterstützt Anis die Verdauung und löst Blähungen. Das Gewürz hat eine starke Würzkraft, daher gilt: nur sparsam verwenden. Oft reicht schon eine Messerspitze aus, in der Weihnachtsbäckerei darf es aber auch etwas mehr sein.

Kardamom: edel für den Magen

Das feine charakteristische Aroma und der süßlich-scharfe Geschmack machen Kardamom zu einem der beliebtesten und edelsten Gewürze. Vor allem Christstollen, Lebkuchen, Pfeffernüsse und andere Weihnachtsgebäcke erhalten mit Kardamom ihren typischen Duft. Das Gewürz fördert die Verdauung und wirkt krampflösend. Es gilt daher als besonders magenfreundlich. In Arabien wird der Kaffee häufig mit Kardamom verfeinert. Besonders lecker in der Weihnachtszeit: Geben Sie Lebkuchengewürz auch an Soßen oder beispielsweise Hackfleischbällchen.

Nelken desinfizieren

Die Blütenknospen des Nelkenbaumes unterstützen die Verdauung. Sie wirken schmerzstillend und sind daher bei Kopf- und Zahnschmerzen hilfreich. Gleichzeitig wirken die auch als Gewürznägelchen bezeichneten Knospen antiseptisch, also keimtötend. Da sie sehr intensiv würzen, sollten sie nur sparsam eingesetzt werden. Ein Tipp für zu Hause: Mit Nelken gespickte Orangen verströmen herrlichen Weihnachtsduft in der ganzen Wohnung.

Zimt für Appetit

Auch Zimt hemmt das Wachstum von Bakterien und Hefen und hilft zudem bei Reizhusten und Heiserkeit. Das fein aromatische Gewürz erzeugt ein wohlig wärmendes Gefühl und regt den Magen an, Verdauungssaft zu bilden. Appetit entsteht. Zum Verfeinern von Speisen reicht bereits eine Messerspitze aus. Für Weihnachtsgebäcke oder Süßspeisen kann es aber auch ein Teelöffel sein. Zimtstangen eignen sich nicht nur zum Mitkochen. Sie sind auch besonders dekorativ, beispielsweise gebündelt als Schmuck für den Weihnachtsbaum oder statt Löffel zum Rühren im Glühweinglas.

Linktipp