Berlin Wie die AOK mitteilte,  ändert sich einiges in der Pflegeversicherung. Kernpunkte des neuen Pflege-Neuausrichtungsgesetzes sind zum einen eine bessere Versorgung von Demenzkranken, die zu Hause gepflegt werden, aber auch die Förderung von „Pflege-Wohngruppen“ und mehr Unterstützung für pflegende Angehörige. Ein Teil des Gesetzes tritt bereits im Oktober 2012 in Kraft, in vollem Umfang gilt es ab 1. Januar 2013.

Lesen Sie hier im Überblick, was sich zunächst ab Oktober ändert:

Neu ab Oktober 2012

  • Auszeit für Pflegende
    Wird während der häuslichen Pflege eine Kurzzeit- oder Verhinderungspflege notwendig, so wird künftig – zu den Leistungen von bis zu 1.550 Euro – die Hälfte des Pflegegeldes weitergezahlt. Das erleichtert Pflegenden eine Auszeit zu nehmen. Mehr zum Thema „Auszeiten für Pflegende“.
  • Beratungsangebot
    Um eine frühzeitige Beratung sicherzustellen, erhalten Erstantragsteller zukünftig innerhalb von zwei Wochen ein Beratungsangebot. Die Beratung kann per Telefon, in der Geschäftsstelle oder zu Hause stattfinden. Darüber hinaus ist eine Pflegeberatung auch zu jedem anderen Zeitpunkt möglich. Mehr zu Ihrem persönlichen Pflegeberater.
  • Zeitnahe Begutachtung
    Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) soll künftig zeitnah einen Begutachtungstermin anbieten. Der Versicherte erhält auf Wunsch eine Kopie des erstellten Gutachtens. Darüber hinaus informiert die AOK, ob eine Rehabilitation empfohlen wird. Das stärkt den Grundsatz „Rehabilitation vor Pflege“.
  • Förderung von Wohngruppen
    Damit Pflegebedürftige möglichst lange zu Hause bleiben können, kann die Gründung von ambulanten Wohngruppen (WG) gefördert werden. Als Anreiz dafür ist ein einmaliger Betrag von bis zu 2.500 Euro pro Bewohner, jedoch maximal 10.000 Euro je WG vorgesehen – zum Beispiel für die altersgerechte Umgestaltung der Wohnung. Für eine Pflegekraft, die zum Beispiel bei der Organisation des Zusammenlebens hilft, wird pauschal 200 Euro monatlich pro „WG-ler“ gezahlt.
  • Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
    Zuschüsse zurVerbesserung des individuellen Wohnumfeldes von Pflegebedürftigen – bis zu einem Betrag von 2.557 Euro je Maßnahme – werden künftig ohne Einkommensprüfung gewährt. Leben mehrere Pflegebedürftige in einer Wohnung, ist der Gesamtbetrag auf 10.228 Euro begrenzt.

Weitere Informationen zur Pflegereform finden Sie im Faltblatt zur Pflegereform der AOK.

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Quelle: AOK