Baierbrunn Viele Senioren isolieren sich, weil sie ihre Unabhängigkeit bewahren möchten schreibt das Apothekenmagazin „Senioren-Ratgeber“ in seiner Ausgabe 05/2012. Dabei kann Einsamkeit auch körperliche Schmerzen verursachen. Gerade deshalb ist Gesellschaft so enorm wichtig.

Mehr-Generationsfamilien gibt es immer weniger. Viele ältere Menschen leben in eigenen Wohnungen und verteidigen ihre Unabhängigkeit, selbst wenn die Kräfte es eigentlich nicht mehr zulassen. „Auch wenn sie noch so gebrechlich sind, lassen sich viele Menschen nur ungern helfen“, bestätigt Franz Weiss, ehrenamtlicher Leiter der Seniorenhilfe Altenkirchen, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Der Widerstand habe auch etwas Gutes und zeige die Souveränität älterer Menschen, betont der Alterns- und Pflegewissenschaftler Prof. Hermann Brandenburg aus Vallendar. Ist Hilfe von außen aber unvermeidbar, gelingt sie nicht, ohne das Vertrauen des Betroffen zu gewinnen. Das müssten auch Kinder berücksichtigen, die Fremde bitten, den Eltern zur Seite zu stehen. Die Älteren selbst wiederum sollten sich nicht ohne Not aus sozialen Beziehungen zurückziehen. „Personen, die schon lange allein leben, fällt es sehr schwer, andere um Unterstützung zu bitten“, sagt Franz Weiss. „Wer sich rechtzeitig um soziale Kontakte bemüht, hat mehr Zeit, Vertrauen aufzubauen.“ Zum ersten Schritt, auf andere zuzugehen, gehöre Mut, betont Brandenburg: „Doch es lohnt sich, über seinen Schatten zu springen.  Ältere können davon nur profitieren.“
Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 5/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.
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