Berlin Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland, Ulrike Mascher, kommentierte die Rentenanpassung zum 1. Juli 2012 in Höhe von 2,18 Prozent im Westen und 2,26 Prozent im Osten wie folgt: „Das ist zwar eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Für die Rentnerinnen und Rentner gibt es aber keinen Grund zum Jubeln.

Seit 2004 haben sie einen Kaufkraftverlust von rund 9 Prozent hinnehmen müssen. Aktuell beträgt die wachsende Inflationsrate 2,3 Prozent. Die steigenden Strom- und Energiepreise belasten Rentnerhaushalte, die häufig nur ein geringes Einkommen haben, besonders. Auch die seit 2004 geltenden höheren Zuzahlungen im Gesundheitsbereich wie Praxisgebühr, Zuzahlungen bei Medikamenten, Heil- und Hilfsmitteln schlagen bei Rentnerinnen und Rentnern überproportional zu Buche. Unter dem Strich werden durch die bevorstehende Rentenanpassung die Kaufkraftverluste der Rente, die sich über die letzten Jahre angehäuft haben, nicht wettgemacht.

Der VdK fordert deshalb als Sofortmaßnahme die Aussetzung des Riesterfaktors, der sich nach wie vor bremsend auf die Rentenentwicklung auswirkt. Die Rentnerinnen und Rentner haben für ihre jahrelange Geduld bei Nullrunden und Mini-Erhöhungen eine höhere Rentenanpassung verdient.“ (Michael Pausder, Pressesprecher

 

Quelle: VdK