Köln „Altersversorgung an der Wende – Neue Anforderungen an Berater und Versicherungsunternehmen“ lautete das Leitthema des diesjährigen bAV Symposiums von AXA. Zum elften Mal lud das Unternehmen Vertriebspartner und die interessierte Fachöffentlichkeit zur Fachkonferenz rund um die betriebliche Altersversorgung (bAV) ein.
Wie kann die bAV ihrer sozialpolitischen Bedeutung in der Zukunft weiter gerecht werden beziehungsweise diese weiter ausbauen? Aus Sicht von Dr. Björn Achter, Leiter des Geschäftsfelds bAV bei AXA, ist dies eine der Kernfragen, die zukünftig im Fokus von Politik sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern stehen wird. „In den kommenden Jahren wird eine Vielzahl von Einflüssen auf die Ausgestaltung der bAV einwirken. Die Chancen und Risiken dieser Einflüsse zu kennen und einschätzen zu können, ist von zentraler Bedeutung, will man dem sozialpolitischen Auftrag gerecht werden, den die bAV unzweifelhaft hat.“
Vor diesem Hintergrund beleuchteten Referenten aus Wissenschaft, Rechtsprechung und Politik aktuelle und künftige Herausforderungen sowie Gestaltungsoptionen für die bAV. So stellte der Dekan der Wirtschafts- und Rechtsfakultät, Prof. Dr. Hartwig Webersinke, in seinem Vortrag „Zerbricht die europäische Währungsunion?“ die Frage nach den Auswirkungen der aktuellen Finanzmarktsituation auf die bAV. Wie die bAV der Zukunft aussehen könnte, erläuterte Dr. Peter Doetsch, Geschäftsführer von Mercer Deutschland.
Ebenso bedeutsam für die bAV sind die Auswirkungen neuester Entscheidungen des Bundesfinanzhofs, die Prof. Dr. Dietmar Gosch, Vorsitzender Richter des I. Senats des BFH und Honorarprofessor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, vorstellte. Vergleichbar wichtige Auswirkungen haben auch Regelungen aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. So etwa zur Frage, wie das Ministerium zum Obligatorium steht oder wie die Solvency-II-Regeln auf die bAV – insbesondere auf Pensionskassen – anzuwenden sind. Ministerialdirigent Hans-Ludwig Flecken aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales untersuchte daher in seinem Vortrag die bAV im Spannungsfeld zwischen Sicherheit der Betriebsrenten und weiterer Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland.
Abgerundet wurde die Vortragsreihe durch Einblicke in die AXA Produktschmiede mit einem Ausblick auf die anstehenden Veränderungen der nächsten Jahre, etwa durch Solvency II oder die Einführung von Unisex Tarifen, die hohe Anforderungen auch an künftige bAV-Produkte stellen.

 

Quelle: AXA-Pressemeldung