Berlin Der demografische Wandel stellt Gesellschaft und Politik vor vielfältige Herausforderungen. Mit den im Rahmen des gleichnamigen Aktionsprogramms des Bundes geförderten Mehrgenerationenhäusern sind niedrigschwellige Anlaufstellen für Menschen aller Altersgruppen in nahezu jeder kreisfreien Stadt und jedem Landkreis entstanden. Die Häuser leisten mit ihren generationenübergreifenden Angeboten und Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zur aktiven Gestaltung des demografischen Wandels.Staatssekretär Josef Hecken und Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA) unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Jobcenter und Agenturen für Arbeit können von der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser profitieren, da ihre Kunden durch die Beratung und Unterstützung der Mehrgenerationenhäuser zur Teilnahme an Qualifizierungsangeboten motiviert oder beim beruflichen (Wieder-) Einstieg unterstützt werden. Die bereits bestehende Zusammenarbeit soll zukünftig bundesweit systematisch ausgebaut und die regionalen Akteure in den Mehrgenerationenhäusern und den Agenturen für Arbeit bzw. den Jobcentern sollen dabei institutionell begleitet werden. Daher wurde am heutigen Tag eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundesagentur für Arbeit unterzeichnet.

„In den Mehrgenerationenhäusern finden Menschen die Hilfe und Unterstützung, die auf ihre konkreten Bedürfnisse abgestimmt ist“, sagt Josef Hecken, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Von der persönlichen Beratung über die Möglichkeit sich freiwillig zu engagieren, ist es dann manchmal nur ein kurzer Weg zum beruflichen Wiedereinstieg. Wer zum Beispiel als Freiwilliger in einem Mehrgenerationenhaus Veranstaltungen mit organisiert, gewinnt wieder Selbstvertrauen für den eigenen beruflichen Weg.“

Menschen, die lange Zeit nicht mehr Teil der Arbeitsgesellschaft waren, leiden oftmals nicht nur unter materieller Armut, sondern unter dem Verlust von sozialen Bindungen. „Wenn es uns gelingt, Arbeitsuchende für ein Engagement in den Mehrgenerationenhäusern zu motivieren, geben wir ihnen nicht nur das Gefühl wieder gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles zu leisten, wir helfen ihnen auch dabei, sich wieder ein soziales Netzwerk aufzubauen, Menschen kennenzulernen die Arbeit haben, die Unternehmer kennen und Türöffner sein können“, betont Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit.

Durch eine freiwillige Mitarbeit in den Mehrgenerationenhäusern helfen Arbeitsuchende nicht nur anderen, sie können sich auch neue Perspektiven und berufliche Einstiegschancen erarbeiten, also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. „Unser gemeinsames Ziel ist, dass Jobcenter und Agenturen für Arbeit die Angebote in den Mehrgenerationenhäusern gezielter im Rahmen ihrer Beratungsarbeit einsetzen und damit unseren Kunden die Möglichkeit geben, nicht nur ihre sozialen Kompetenzen, sondern auch ihre fachlichen Fähigkeiten auszubauen und damit den beruflichen Wiedereinstieg vorzubereiten“, so Alt.

Weitere Informationen zu den Mehrgenerationenhäusern sowie den Text der Kooperationsvereinbarung finden Sie im Internet unter www.mehrgenerationenhaeuser.de.

Quelle: BMFSFJ