Foto: Lisa Eiling-Wilke/pixelio.de

Berlin/Elmshorn(gk) Seit Wochen und Monaten häufen sich die Meldungen zu Themen wie „Altersarmut“ oder auch „fehlender Wohnraum“ für Senioren (Dewia.de berichtete bereits). Der Bundestag möchte das in seiner Stellungnahme vom 11.07.2011 nur als „Randerscheinung“ ansehen, dennoch – die Kommunen schlagen Alarm. Letzter Ausweg Flaschen sammeln??

Ob nun Leverkusen, Ludwigshafen, Duisburg , Ahrweiler oder auch Dresden – alles schlagen heute erneut Alarm. Dabei ist es nicht allein die steigende Altersarmut, die gerne von Mitgliedern verschiedener Parteien mit den Worten „Dafür haben wir die Grundsicherung“ abgewiegelt wird, nein vielmehr auch die Wohnungsnot.

Wohnungsnot in sofern, als dass bezahlbarer, seniorengerechter Wohnraum schon bald knapp wird bzw. in manchen Regionen schon garnicht mehr vorhanden sein werden. Eine Folge der steigenden Altersarmut. So werden kleinere, altersgerechte Wohnungen benötigt, die in dieser Form erst noch gebaut werden müssten.

Webseite www.pluswgs.de

So bleibt das Thema „Wohnen im Alter“ immer präsent, zumal sich viele Komissionen auf politischer Ebene, Träger- und Privatgesellschaften sowie Einzelunternehmer Gedanken über diese Problematik machen. Seit einiger Zeit gibt es z.B. die Internetplattform www.pluswgs.de. Hier können sich Menschen finden die zum einem bezahlbaren Wohnraum suchen oder jene, die Wohnraum anbieten.

Hier kann man Gesuche einstellen oder Anbieter suchen und finden. Eine interessante Angelegenheit – wenn man einen Internetanschluss hat. Den haben leider bislang noch nicht viele in der Altersklasse derer, die bezahlbaren Wohnraum suchen oder anbeiten möchten.

Webseite mitwohnen.org

Mit einem ähnlichen Konzept könnte man gleich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen – http://mitwohnen.org – eine Plattform, auf der Senioren, vor allem in Universitätsnähe, ihren „überflüssigen“ Wohnraum an Studenten sehr günstig vermieten – im Gegenzug erledigen die Studenten dann z.B. Haus- oder Gartenarbeit. Klingt einfach – ist es soweit auch. Ob die vereinbarten Mietverträge sowohl rechtlich als auch steuerlich gültig sind, können wir von hier aus nicht beurteilen – nur so viel – ein solches Angebot kann sehr hilfreich sein.

Die vorgestellten Webseiten und Angebote sind sicherlich noch nicht die höchstpolitische Lösung – doch ein wichtiger und guter Ansatz, wie man mit mit wenig Geld bezahlbaren Wohnraum bekommen kann. Dies setzt sicherlich großes Vertrauen voraus, doch wird es diese Zeit bis dahin vermutlich nicht immer geben.

Ob jedoch mehr Menschen zu Flaschensammlern werden, kann abschließend nicht beantwortet werden. Wir hoffen es jedenfalls nicht und können frühzeitige Vorsorge (Altersvorsorge) nur dringend empfehlen!