DREIVIERTELMOND  ab 13. Oktober 2011 im Kino

MAJESTIC Filmverleih und Dewia verlosen 10 Freikarten zum Filmstart

Wer spielt die Hauptrolle im Film DREIVIERTELMOND? Ihre Anwort senden Sie bitte bis zum 20.Oktober 2011 per E-Mail an: gewinnspiel(at)dewia.de

Aus den richtigen Antworten ermittelt die Redaktion die Gewinner und benachrichtigt diese per E-Mail.Der Rechtsweg ist ausgeschlosen, eine Barauszahlung erfolgt nicht.

Die besten Drehbuchideen entspringen oft ganz alltäglichen Beobachtungen: Regisseur und Drehbuchautor Christian Zübert, selbst aus Franken stammend, und seiner türkischen Frau Ipek Zübert fielen im Zusammenleben immer wieder auf, dass wohl kaum ein größerer Gegensatz zu finden ist, als in der fränkischen und in der türkischen Mentalität. Der Schritt zur Filmidee war dann nicht mehr groß und so wurde der mürrische alte Taxifahrer Hartmut geboren, der durch eine Laune des Schicksals vor die Aufgabe gestellt wird, einem kleinen türkischen Mädchen zu helfen, das sein ganzes Leben durcheinander bringt.
„DREIVIERTELMOND erzählt eine Freundschaftsgeschichte zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen: einem fränkischen Taxifahrer und einem kleinen türkischen Mädchen. „

Was mich dabei am meisten interessiert hat, war letztendlich die Geschichte von Hartmut, einem Menschen, der sich aus seinem Leben zurückgezogen hat.Ein Mensch, der lernt, seine alten Denkmuster und seine eingeschränkte Sichtweise zu überwinden und den Mut findet, seinem Leben noch mal eine neue Richtung zu geben. Das ist für mich das erzählerische Herz der Geschichte“, so Christian Zübert.

Der Film zeigt aber auch die heutigen Veränderungen in den Gesellschaftsstrukturen, die klassische Familie als Auffangmöglichkeit existiert immer weniger. Christian Zübert dazu: „Hayat ist auf sich gestellt, ihre türkische, alleinerziehende Mutter, was vor 10 Jahren noch undenkbar gewesen wäre, muss ihr Kind immer wieder bei der Großmutter abgeben, um im Leben zurecht zu kommen. Hartmut ist ebenfalls alleine, steht ohne Frau da, das wäre vor 20 Jahren in seinem Alter, außer durch Tod der Frau, genauso undenkbar gewesen.“

Für Zübert war von Anfang an klar, dass er die Rolle des Hartmut für Elmar Wepper schreibt. Er ist nicht nur ein großer Fan, die beiden haben auch bereits bei Züberts großem Kinoerfolg LAMMBOCK zusammen gearbeitet und sind seitdem in Kontakt geblieben. Nachdem Wepper die erste Drehbuchfassung gelesen hatte, sagte er sofort zu: „Es gibt Drehbücher, die legst du immer wieder weg, weil du nicht klar kommst mit der Geschichte oder es packt dich nicht, es holt dich nicht ab. Aber dieses hat mich gleich gefesselt. Es ist ein tolles Drehbuch, ganz reich. Und die Figur sowieso. Alle Figuren, alle Menschen in diesem Film sind glaubwürdig, sind authentisch, sind echt. Das ist nicht irgendwie so ein Konstrukt, es stimmt alles: die Szenen, die Geschichten, so wie sich die Figuren untereinander verhalten.“ Für Wepper stand dabei fest, dass DREIVIERTELMOND sein nächster Kinofilm nach dem sensationellen Erfolg von KIRSCHBLÜTEN – HANAMI werden sollte.

Allerdings ist es meist ein langer Weg von der ersten Drehbuchfassung bis zum Drehbeginn. Es braucht einen Produktionspartner, der die Finanzierung auf die Beine stellt – bei DREIVIERTELMOND war beides recht schnell geschehen, war doch Robert Marciniak, dem Zübert das Drehbuch geschickt hatte, genauso begeistert wie Wepper. „Christian und ich kennen uns schon sehr lange, weit über zehn Jahre, und wir haben immer gesagt, wir wollen irgendwann mal was zusammen machen – hat sich aber nie ergeben. Christian meinte, dass er schon noch den Stoff für uns beide finden würde. Und als er mir damals, im Frühjahr 2008, dieses Buch geschickt hat, habe ich sofort zugesagt. Die Emotionalität, die Figuren vor allem haben mich sehr gefesselt, die sind unglaublich, sehr authentisch, sehr wahr. Es ist eine kleine Geschichte, die aber ein sehr großes Herz hat.“

Marciniak stellte das Projekt Benjamin Herrmann vom Majestic Filmverleih sowie Bettina Reitz und Hubert von Spreti beim Bayerischen Rundfunk vor, und auch hier war man sofort Feuer und Flamme für den Stoff. Genauso ging es Jochen Kölsch und Nadja Dumouchel bei arte, den Förderern des FilmFernsehFonds Bayern, der Filmförderungsanstalt und des Deutschen Filmförderfonds.

Aber: Eine Filmproduktion, die keine Hindernisse überwinden muss, gibt es wahrscheinlich nicht. Bei DREIVIERTELMOND bestand das größte Hindernis überraschenderweise darin, die Rolle des kleinen Mädchens Hayat zu besetzen. Die Suche dauerte fast ein halbes Jahr. Trotz der üblichen Casting-Aufrufe bei Agenturen und an Schulen sowie ausgedehnter, sehr zeitaufwändiger Streetcastings, war das Feedback eher zögerlich und es fand sich lange keine überzeugende Hayat.

Am Ende war es großes Glück, dass im Freundeskreis des Regisseurs die kleine Mercan Türkoglu aus Berlin, die Tochter einer Freundin einer Freundin, durch Zufall gefunden und fast in der letzten Minute tatsächlich für die Rolle gewonnen werden konnte. Robert Marciniak erinnert sich: „Das war zwei oder drei Wochen vor Drehbeginn, bei einem Wochenendbesuch von Christian Zübert bei dieser Familie. Da hat er mich sofort angerufen und meinte: ‚Robert wir haben sie gefunden!’“ Doch als Mercan beim offiziellen Casting ihr Alter mit fünf Jahren angab, glaubte die Produktion schon, sich doch zu früh gefreut zu haben. Denn die Arbeit, wie sie DREIVIERTELMOND abverlangt, wäre mit einer 5-Jährigen gesetzlich nicht möglich gewesen. Allen fiel ein Stein vom Herzen, als sich herausstellte, dass Mercan doch schon sechs war und ihre Mutter ihr nur beigebracht hatte, sich als fünf auszugeben, um kostenlos Bus fahren zu können. „Das war natürlich eine große Erleichterung, weil sie wirklich unglaublich ist.
Wir haben immer gesagt, dass ein kleiner Engel vom Himmel fällt und das ist dann mit Mercan tatsächlich passiert.“, so Robert Marciniak. Die erste Etappe war damit genommen und die Dreharbeiten konnten beginnen. Gedreht wurde 30 Tage im Oktober und November 2010 in Nürnberg, Fürth und Umgebung sowie in Istanbul.

Nürnberg und das benachbarte Fürth als Hauptdrehorte zu wählen, lag für Christian Zübert auf der Hand: „Ich finde, dass der fränkische Geist sehr gut zu Hartmuts Charakter passt. Ich komme ja selbst auch aus Franken, aus Würzburg. Das war mir aber ein bisschen zu klein als Handlungsort, da gibt es auch nicht wirklich eine große türkische Community, die es im Film schon geben muss, damit er funktioniert. Nürnberg hat viel Industrie und eine große türkische Community. Und auch die eher karge, schlichte Architektur in Nürnberg, mit diesem harten Sandstein, eng und geradlinig, passt sehr gut.

München war mir ein bisschen zu offen und ‚lebensfroh’. Außerdem ist Nürnberg eine Stadt bzw. ein Milieu, das ich auch noch nicht so oft im Kino gesehen habe. Das fand ich spannender, als den zehntausendsten München- oder Berlin-Film zu drehen.“ Die Unerstützung, die die Produktion aus der Region erhalten hat, ist bemerkenswert: „Die Pressestelle der Stadt Nürnberg war hier sehr hilfreich. Alle Drehgenehmigungen lagen uns schnell und unbürokratisch vor, besonders große Unterstützung gab es beim Dreh am Flughafen Nürnberg seitens der Stadt und der Flughafengesellschaft“, so Robert Marciniak. 30 Drehtage sind eine relativ kurze Zeit für eine Produktion mit einem kleinen Mädchen, das noch nie vor der Kamera stand. Laut Marciniak war dies eine große Herausforderung für die Drehorganisation: „Wir mussten die Drehtage immer splitten – einen halben Tag für das kleine Mädchen, einen halben Tag für die restlichen Szenen.“ Diesen Umständen versuchte Regisseur Christian Zübert mit vielen Proben und einem großen Vertrauensverhältnis zu begegnen: „Ich hatte fast jede Szene mit Mercan vorher schon mal geprobt, bevor sie ans Set kam.

Generell bei Kindern in dem Alter, die wirklich überhaupt kein schauspielerisches Handwerk haben, die einfach nur instinktiv handeln, geht das alles nur über eine große Nähe und Vertrauen. Nicht nur, dass das Kind dir vertraut, sondern auch du musst dem Kind vertrauen.“ Wie Zübert berichtet, ließen sich so auch schwierige Szenen überzeugend umsetzen, beispielsweise eine Szene, in der Mercan für den Film weinen sollte: „Die Kamera lief, Elmar und ich warteten, während der Schauspielcoach mit Mercan über einen Alptraum sprach, den sie die Nacht zuvor hatte – und während sie über den Traum sprach und die Gefühle wieder erlebte, fing sie an zu weinen. Ich gab Elmar ein Zeichen, er begann mit dem Text, und Mercan und er spielten die komplette Szene. Letztendlich war Mercan für mich, während der Drehzeit, eigentlich fast wie eine Tochter. Und auch zwischen Elmar und Mercan stimmte die Chemie, so dass das Resultat letztlich meine Erwartungen sogar noch übertroffen hat.“

Für Elmar Wepper war die Annäherung an die Figur des Hartmut ein spannender Prozess: „Natürlich steckt Elmar in Hartmut. Allerdings habe ich mich am Anfang etwas schwer damit getan, an ihn ranzukommen, weil er einfach härter ist als ich selbst. Man versucht in erster Linie, dieser Figur gerecht zu werden und sie nicht zu denunzieren. Christian Zübert und ich, und das ist sehr schön, haben gesagt, dass ich ihn auch erst ein bisschen suchen muss. Das haben wir dann während der Dreharbeiten getan und ich denke, einen glaubwürdigen Hartmut gefunden zu haben.“ Hartmut Mackowiak durchlebt im Laufe des Films, durch die kleine Hayat, die ihn völlig aus dem Konzept bringt
und sein Leben auf den Kopf stellt, eine Wandlung. Für Drehbuchautor und Regisseur Christian Zübert ist das Ende des Films allerdings ein offenes: „Ob Hartmut es letztendlich schafft, sein Leben in die richtige Richtung zu lenken, das weiß ich gar nicht genau, das erzählt der Film ja auch nicht. Aber die Situation bringt ihn zumindest dazu, mal ein paar Schritte außerhalb seiner vorgefassten Handlungsmuster zu wagen.“ Das Happy End von DREIVIERTELMOND ist kein klassisches, Hartmut kommt nicht wieder mit seiner Frau zusammen. Doch Robert Marciniak ist sich sicher, dass das Publikum mit einem guten Gefühl aus dem Kino gehen wird: „Hartmut ist vor allem mit sich selbst im Reinen und das ist die Bedingung, um ein neues Leben anpacken und neue Beziehungen aufbauen zu können. Das ist das Happy End von DREIVIERTELMOND.“

Quelle: Majestic Filmverleih GmbH

Dreiviertelmond Trailer

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