Straßburg(gk) Seit vielen Jahren ist es hierzulande ein Thema – Ältere Menschen, die noch aktiv mit ihrem Auto am Straßenverkehr teilnehmen. Immer wieder hört man von „Geisterfahrern“ oder schweren Unfällen – nicht selten sind betagte Autofahrer involviert. Experten sprachen sich schon vor geraumer Zeit gegen einen „Senioren-TÜV“ aus. Bei allem Für und Wider darf nicht vergessen werden, dass das eigene Auto oftmals die einzige Möglichkeit für Senioren ist, am Gesellschaftsleben teilzuhaben. Nun wird es wieder einmal konkreter.Rentner mit Herz- oder Sehschwäche müssen, den neuesten Überlegungen des Europaparlaments, um ihren Führerschein fürchten. So sollen die Sicherheitsvorschriften im Straßenverkehr verschärft werden. Danach sollen Senioren in einem Gesundheits-Check nachweisen, dass sie „körperlich, geistig und psychisch“ noch in der Lage sind zu fahren.

In einigen europäischen Ländern gibt es ja bereits einen Sicherheitscheck für ältere Autofahrer. Geht es nach dem gestern verabschiedeten Forderungskatalog des Parlaments, soll jedes Land anhand der Unfallstatistiken ein Alter selbst bestimmen.

„Jeder soll so lange Auto fahren dürfen, wie er keine Gefährdung für andere darstellt, aber nicht länger“, sagte Dieter-Lebrecht Koch, Verfasser des Maßnahmen-Katalogs und Vize-Vorsitzender des Transportausschusses im Europäischen Parlament der „Rheinischen Post„.

Er kritisiert:“Die alltägliche Tragödie auf den Straßen der EU bleibt weitgehend unbeachtet“ und meint weiter: „Erstmalig existiert nun ein ganzheitlicher Ansatz zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit, in dem festgelegt ist, was gemacht wird, wer es macht und wie die Umsetzung aussieht.“ Ziel der Maßnahmen sei es, die Zahl der Toten auf Europas Straßen zu senken.

Zu guter Letzt muss die EU-Kommission den Forderungen des Parlaments nicht nachkommen, dürfte aber vieles davon aufgreifen.

Mehr Information zu einzelnen Forderungen: Rheinische Post