Elmshorn(gk) Es ist schon bemerkenswert, was die Älteren unter uns, schon so alles geschafft haben: Krieg, Wirtschaftswunderzeit, Wiederaufbau und nicht selten 40 oder 50 Jahre harte Arbeit. Oftmals stößt man im Alter jedoch rasch an seine Grenzen, spätestens dann, wenn man krank wird. Dann sind es die alltäglichen Dinge, die nicht mehr so funktionieren wollen: waschen, einkaufen, kochen, den Garten in Schuss halten oder auch das Laufen allgemein. Man kommt sich hilflos und alleine vor – muss man aber nicht wie der folgende Bericht zeigt.Viele kennen bzw. erleben es bereits: die Eltern oder Großeltern benötigen Unterstützung. Leider ist es aus verschiedenen Gründen aber nicht in jedem Fall möglich, dass dauerhaft ein oder mehrere Familienmitglieder einspringen und aushelfen. Doch was tun, wenn man Hilfe benötigt? Die Antwort liegt auf der Hand, erschwerend hinzu kommt jedoch, dass gerade diese Generation in keinster Form Hilfe will.

Es gibt immer mal was zu reparieren

Nicht allein deshalb ist es wichtig und richtig, wenn sich die Angehörigen mit dem/den Betroffenen darüber unterhalten. Sicherlich mag sich der eine oder andere maßlos überschätzen was die eigenen Fähigkeiten angeht, doch immer häufiger erfolgt die Einsicht, dass man Hilfe braucht.

Gerade im Internet gibt es eine Vielzahl an Angeboten für Senioren. Von Einzelunternehmern bis hin zum mittelständischen Unternehmen ist eine große Vielfalt angeboten. Die einstige „Service-Wüste Deutschland“ hat hier gewaltig aufgeholt. Es gibt derweil u.a. Senioren- und Alltagsbegleiter (kommerziell und ehrenamtlich), Haushaltshilfen aus aller Herren Länder usw.

Hier mal ein Überblick, was die Damen und Herren alles für die Betroffenen übernehmen:

  • Einkauf
  • waschen, putzen, bügeln
  • kochen, backen
  • u.U. Gartenarbeit
  • Fahrt zum Arzt/Krankenhaus
  • spazieren gehen
  • Gesellschaft leisten
  • vorlesen, Gesellschaftsspiele spielen
  • Haustiere versorgen eventuell ausführen
  • Musik hören
  • und vieles mehr

Man sieht hier einmal, welche Arbeiten und Tätigkeiten heute schon von Dienstleistungsunternehmen bzw. deren Personal, übernommen werden kann und übernommen wird. Es ist wirklich viel, was ich in andere Hände geben kann, aber eben doch nicht alles.

Die Verantwortung, auch oder gerade für das Personal im Haushalt, vor allem aber gegenüber dem zu betreuenden Angehörigen, kann ich nicht komplett in fremde Hände geben – als Kind z.B. bin ich eben nicht so schnell ersetzbar, nicht nur rechtlich.

Nun bleiben noch Fragen offen: Für welchen Bereich und in welchem Umfang benötige ich die Hilfe?

Ob nun stunden-, tage- oder monatsweise Hilfe benötigt wird, hängt u.a. davon ab, wie gut sich der/die Betroffene noch helfen kann. Manchmal reicht die klassische Putzhilfe die ein- bis zweimal pro Woche kommt, später wird dann nicht selten gar eine 24 Stunden Haushaltshilfe bzw. –Betreuung benötigt.

Wichtig vielleicht noch – auch eine 24 Stunden Haushaltshilfe ersetzt nicht den Einsatz z.B. eines Pflegedienstes. Im Gegenteil, hier ergänzen sich beide wirklich sinnvoll.

Für Fragen rund um das Thema „Haushaltshilfe“ (außer vermutlich Rechtsberatung) ist es ratsam Seniorenbüros, Pflegestützpunkte oder die Unternehmen direkt anzusprechen.