Berlin Pflegebedürftige Senioren – auch im Stadium der Demenz – können von ambulanten Tageseinrichtungen profitieren: Susanne Zank hat in einer Studie „die Stabilisierung, mitunter auch Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens“ nachgewiesen. Agitierte Symptome dementer Patienten bilden sich in Tagesstätten oft zurück. „Dieser Effekt steht im Einklang mit den Ergebnissen zum subjektiven Wohlbefinden.“

Die Untersuchung verdeutlicht darüber hinaus die „signifikante Entlastung der pflegenden Angehörigen. Konflikte zwischen beruflichen Notwendigkeiten und Pflegeaufgaben sowie Probleme durch die Unvereinbarkeit familiärer Anforderungen werden durch den Tagesstätten-Besuch reduziert. Zusätzlich fühlen sich die Angehörigen durch eine Reduktion spezifischer Verhaltensdefizite der Patienten entlastet.“

Die Mehrheit der pflegenden Angehörigen verdankt den Tageseinrichtungen ein verbessertes Wohlbefinden – und einen erfreulicheren Umgang mit dem Patienten. Diese Auswirkungen sind umso wichtiger, als pflegende Verwandte ein hohes Risiko eingehen, selbst depressiv und dement zu werden.

Daher überrascht es nicht, dass pflegende Angehörige häufig eine weitere Öffnung der Tagesstätten – v.a. an Wochenenden – wünschen, berichtet Zank.