Düsseldorf(epd/abendblatt) Wie die „Rheinische Post“ bereits im September berichtete, sollen Krankenkassen nach einem bislang unveröffentlichten Gutachten der Bundesgesundheitsministeriums zufolge, zuwenig für die Gesunheitsversorgung der Senioren ausgeben. Somit ist die Versorgung der alten und kranken Menschen offenbar unterfinanziert. Im Gegensatz dazu, werde zuviel Geld in junge Versicherte mit geringen Gesundheitsproblemen investiert.

 

 

 

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„Krankheiten, die eine hohe Sterblichkeit   aufweisen oder ältere Bevölkerungsgruppen betreffen, weise Unterdeckungen   auf. Krankheiten hingegen, die keine hohe Sterblichkeit aufweisen und   jüngere Bevölkerungsgruppen betreffen, weisen demgegenüber sogar Überdeckung   auf“, zitiert die Zeitung aus dem Gutachten, das den Angaben nach vom 31.   Mai datiert ist.

Die Regierung hat demnach diese Untersuchung im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben, jedoch bislang nicht veröffentlicht. Das Ministerium wollte zudem in Erfahrung bringen, ob man die Zahl der relevanten Erkankungen, auf 30 oder 50 reduzieren könne, berichtet die Zeitung.

„Die empirische Analyse zeigt, dass der Vorschlag einer Reduktion der berücksichtigten Krankheiten nicht zielführend ist“, zitiert die Zeitung aus dem ihr vorliegenden Bericht. Somit werde die Überdeckung für gesunde Versicherte und die Unterdeckung Multimorbider Menschen, verschärft. Die bislang nach 80 Krankheiten geregelte Geldzuteilung im Ausgleich der Kassen untereinander um weitere 126 zu erhöhen empfehlen demnach sogar die Wissenschaftler.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt