Köln(ms) Die meisten alten Menschen werden zuhause gepflegt berichtet die „Kölnische Rundschau“ in ihrer gestrigen Ausgabe. Doch die Pflege belastet sowohl Bedürftige als auch Angehörige seelisch und körperlich. Dabei gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, damit beide Seiten den Belastungen Stand halten können. Ein Bericht von Marie-Anne Schlolaut.

Du musst nicht ins Heim, ich pflege dich zu Hause.“ Dieses Versprechen von Angehörigen ist für alte Menschen eine der größten Hoffnungen. In der Tat werden die meisten Alten zu Hause gepflegt. Laut „Felicie“ (Future Elderly Living Conditions in Europe), einem

- Nicht alle Tätgikeiten abnehmen - Foto: Gerd Altmann/pixelio.de

Projekt der EU, wurden 2003 bundesweit zwei Millionen Pflegebedürftige gezählt, wovon zwei Drittel zu Hause gepflegt wurden, davon 69 Prozent von Familienangehörigen, die restlichen 31 Prozent nahmen mobile Pflegedienste in Anspruch.

„Oft wird die Pflege alter Menschen falsch verstanden“, sagt Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz, Leiter der Geriatrischen Klinik am St. Marien-Hospital in Köln und Inhaber des Lehrstuhls für Geriatrie. Und zwar dann, wenn dem alten Menschen fast alle Belastungen abgenommen werden. Je weniger der betagte Vater oder die kranke Mutter selber erledigen dürfen, desto schneller verlernen sie diese Tätigkeiten. Meist greifen Angehörige ein, wenn es furchtbar lang dauert, bis der Vater mit dem Waschen fertig ist. „Genau das ist aus Sicht der Altersmedizin falsch“, sagt Schulz.

Pflegebedürftige sollen und müssen aktiviert und animiert werden, alltägliche Dinge selbst zu verrichten. Solange wie möglich sollten sie sich z.b. selbst waschen oder auch das Brot klein schneiden.

Quelle und mehr zum Artikel: Kölnische Rundschau