Elmshorn/Pinneberg(gk) MRSA steht für „Methicillin-resistente Staphylococcus aureus“. Der Keim ist gegen Methicillin und zahlreiche andere Antibiotika unempfindlich und kann zu Lungenentzündungen, Blutvergiftungen oder anderen Infektionen führen. Gesunde Patienten werden selten befallen, immungeschwächte dagegen immer häufiger. Eine neuerliche Diskussion um die Krankenhaushygiene ist entbrannt.

Der Norden macht es wie die Nachbarn - Hyigene wird groß geschrieben!

Man sieht ihn nicht, man schmeckt ihn nicht – doch hat er sich erst eingenistet, kann das fatale Folgen haben. Der sogenannte „Krankenhauskeim“, auch bekannt als MRSA, kommt hierzulande immer häufiger vor. Neben Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen sind es auch noch weitere Infektionen, die von diesem Keim ausgehen. In einigen Krankenhäuser wie z.b. den Regio-Kliniken Pinneberg, gibt er hierfür spezielle Hygienebeauftragte, die sich eigens um die Hygienevorschriften und deren Umsetzung kümmern.

Doch nachdem bereits tausende Ärzte für die „normale“ Versorgung fehlen, würden hier hunderte weitere Ärzte und Spezialisten benötigt. So bleibt es bis auf Weiteres eher ein Wunsch, dass flächendeckend alle Krankenhäuser einen eigenen „Hygienearzt“ bekommen.

Im Nachbarland Niederlande wird seit Jahren dagegen gearbeitet – erfolgreich. Jeder neue Patient wird hier im Rahmen einer Schnelluntersuchung auf MRSA-Keime untersucht. Besteht nur der geringste Verdacht, wird dieser Patient sofort in Quarantäne verlegt. Somit sind hier Weiterreichung und Verbreitung des Keims nahezu unmöglich.

Soweit muss man jedoch wie erwähnt nicht gucken. Im Regioklinikum Pinneberg wird seit geraumer Zeit, soger ohne Einsatz der neuen Hygienevorschrift in Schleswig-Holstein,  gearbeitet – mit Erfolg. Die Neuinfektionen gingen deutlich zurück. Wir meinen – na also, geht doch!