Eine Frau will 18 664 Euro für den Treppenlift ihres behinderten Mannes als außergewöhnliche Belastung abrechnen. Die Kosten wurden abgelehnt. Sie klagt beim Bundesfinanzhof, weil die Kosten abgelehnt wurden.

Hängesitz

Die behandelnden Ärzte, ein Internist und ein Allgemeinmediziner, hatten bescheinigt, dass der mittlerweile verstorbene Ehemann schwer gehbehindert war und keine Treppen mehr steigen konnte. Die Atteste reichten aber weder dem Finanzamt noch dem Finanzgericht.

Dies ist sicher kein Einzelfall. Nicht nur, dass man gerne die Mobilität und damit auch die Lebensqualität  eines Angehörigen durch den Einbau eines Treppenliftes steigern möchte, nein unter Umständen muss man auch länger auf die Bewilligung bzw,. den Einbau warten.

Stiftung Warentest Tipp: Steuerzahler, denen es ebenso ergeht, sollten innerhalb eines Monats Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einlegen und auf das Verfahren Az. VI R 14/11 beim Bundesfinanzhof verweisen. Es kann gut sein, dass diese Richter den Fall anders beurteilen. Sie haben zuletzt mehrfach entschieden, dass nicht nur Amts- und Vertrauensärzte als Gutachter infrage kommen, sondern auch andere Mediziner genug Sachverstand haben.

Quelle: Stiftung Warentest