Körperliche Aktivität kann den
Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen

Spazierengehen  - Foto: djd/diabetes-behandeln.de
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Schon regelmäßiges Spazierengehen kann helfen, den Blutzucker positiv zu beeinflussen.
Foto: djd/diabetes-behandeln.de

Wer in Bewegung ist, bleibt länger fit. Diese Regel für ein gesünderes Leben hat für Diabetiker eine besondere Dimension. Patienten mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel können durch regelmäßige Aktivität selbst viel dazu beitragen, dass ihre Krankheit nicht weiter voranschreitet. Deshalb heißt es für Betroffene: Bewegen! Damit ist nicht zwangsläufig ein sportliches Training gemeint. Schon ein paar zusätzliche Schritte im Alltag können helfen, Übergewicht zu reduzieren und den Blutzucker in den Griff zu bekommen.

Bewegung bessert Insulinempfindlichkeit

Dass eine nachhaltige Änderung des Lebensstils bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes eine wichtige Rolle spielt, bestätigen führende Experten. Für Professor Dr. Oliver Schnell bedeutet das: mehr körperliche Aktivität – etwa fünfmal 30 Minuten Bewegung pro Woche, eine Umstellung der Ernährung sowie Nichtrauchen. „Bewegung führt zu einer Verbesserung der Insulinempfindlichkeit und auch zu einer direkten Senkung des Blutzuckers“, erklärt der Vorstand des Instituts für Diabetesforschung in München. Die Gefäßfunktion werde dabei gestärkt und der Blutdruck könne gesenkt werden. Unter www.diabetes-behandeln.de gibt es umfassende Informationen und Bewegungstipps.

Insulinausschüttung je nach Bedarf

Reichen einfache Maßnahmen zur Blutzuckersenkung nicht aus, wird eine medikamentöse Behandlung notwendig. Gerade für Übergewichtige ist dabei die Auswahl der Medikamente entscheidend, denn einige klassische Therapien wie Sulfonylharnstoffe oder Insulin können das Gewicht noch steigern. „Neuere Behandlungsansätze mit sogenannten DPP-4-Hemmern wie beispielsweise Sitagliptin können vorteilhaft sein, da sie in der Regel nicht mit einer Gewichtszunahme einhergehen“, so Professor Schnell. „Ferner können DPP-4-Hemmer die Insulinausschüttung im Körper bedarfsgerecht erhöhen, ohne dass dabei das Risiko für Unterzuckerungen steigt“, ergänzt der Diabetologe. Das heißt, ihre Wirkung ist von der aktuellen Höhe des Blutzuckers abhängig. Dies ist auch für körperlich Aktive günstiger, die sonst häufiger mit Unterzuckerungen rechnen müssen.

Bewegung kann viel bewegen

Zu „süßes“ Blut schadet Organen und Gefäßen. Wenn der Körper seinen Blutzucker nicht mehr allein durch Insulin regeln kann, braucht er Unterstützung. In vielen Fällen kann eine Umstellung der Lebensgewohnheiten ausreichend sein. Sportliche Aktivität wirkt sich dabei besonders positiv aus, weil trainierte Muskeln den Zucker besser aufnehmen. Auch das vorhandene Insulin kann dann besser verwertet werden. Wer sich regelmäßig bewegt, sorgt somit dafür, dass der Körper die Glukose nach einer Mahlzeit schneller abbaut und so die Blutzuckerwerte niedriger bleiben.

Quelle: djd – diabetes-behandeln.de“