„Schon gehört?“

Altersschwerhörigkeit nicht ignorieren - Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
„Schlecht hören kann ich gut“
Frühzeitige Diagnose und Behandlung wichtig. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Das Ohr ist ein wahres Multitalent, denn es sorgt nicht nur dafür, dass wir hören können, sondern auch im Gleichgewicht bleiben. Mit zunehmendem Alter wird das Gehör jedoch immer schlechter. In Deutschland leiden mehr als 14 Millionen Menschen unter Schwerhörigkeit. Doch trotz dieser alarmierenden Zahl gibt es immer noch zu viele Betroffene, die nichts dagegen tun oder sich nicht eingestehen, dass sie schlecht hören.

Dabei spielt das Hören eine zentrale Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation und hat daher großen Einfluss auf die sozialen Kontakte und das gesamte Freizeitverhalten. Spätestens wenn man die Enkelkinder oder die geliebte klassische Musik nicht mehr hören kann und/oder bei einer gemütlichen Weinrunde seine alten Kollegen und deren Scherze nicht mehr versteht, sollte man einen Hals-Nasen-Ohrenarzt konsultieren.

Mit dieser Broschüre informieren wir Sie über Symptome und Folgen von Altersschwerhörigkeit, zeigen Ihnen verschiedene Möglichkeiten auf, wie Sie den Hörverlust augleichen können, und begleiten Sie auf dem Weg zu einer individuellen Lösung. Wer gut hört, hat mehr vom Leben!

Altersschwerhörigkeit möglichst früh behandeln
Frühzeitige Diagnose und Behandlung wichtig.

Broschüre: Schon gehört? - Deutsche Seniorenliga
DSL-Broschüre: Schon gehört?

Bonn. Sowohl die Schwerhörigkeit als auch Demenzerkrankungen beeinträchtigen in besonderem Maße die Kommunikationsfähigkeit der Betroffenen. Dabei wird die Schwerhörigkeit bei alten Menschen nicht immer als solche erkannt, sondern oft als nachlassende geistige Fähigkeit fehlgedeutet. Andererseits kann eine nachlassende Hörstärke der Entstehung einer Demenz Vorschub leisten.

Die Deutsche Seniorenliga will mit der kostenlosen Broschüre „Schon gehört? Wege aus der Alterschwerhörigkeit“ auf die Problematik von Hörschäden im Alter aufmerksam machen und empfiehlt die Durchführung von Hörtests.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werden Hörstörungen sowie demenzielle Erkrankungen in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Bereits heute leiden mehr als eine Million Menschen an einer Demenz. Rund 14 bis 16 Millionen Menschen sind von einem Hörschaden betroffen. Während Demenzerkrankungen und insbesondere die schwerste Form, die Alzheimer-Erkrankung, in der öffentlichen Wahrnehmung präsent sind, findet die Schwerhörigkeit vergleichsweise wenig Beachtung. Dem liegt auch zugrunde, dass ein zunehmender Hörverlust nach dem Motto „Schwerhörigkeit gehört im Alter eben dazu“ nach Auffassung vieler zum normalen Alterungsprozess gehört. Diese Fehleinschätzung führt bei Betroffenen oft dazu, die Hörschwäche in Kauf zu nehmen, statt sie frühzeitig zu behandeln.

„Da die Alterschwerhörigkeit nachweislich auch andere Gesundheitszustände wie z. B. Depression und Sehverlust negativ beeinflusst und der Entstehung einer Altersdemenz Vorschub leisten kann*, ist eine frühzeitige Diagnose sehr bedeutsam“, erläutert Professor Arneborg Ernst, Direktor der HNO-Klinik am UKB Berlin. „Je weniger Reize das Gehirn empfängt, desto stärker nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Eine nachlassende Hörstärke oder gar den Hörverlust sollte man deshalb aktiv angehen und frühzeitig einen Arzt aufsuchen“, so Professor Ernst.

Die kostenlose Broschüre der Seniorenliga mit dem Titel „Schon gehört? Wege aus der Altersschwerhörigkeit“ informiert über Symptome und Folgen der Schwerhörigkeit und zeigt Möglichkeiten auf, wie der Hörverlust ausgeglichen werden kann.

Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstrasse 32 in 53123 Bonn.
Download im Internet: www.dsl-hoeren.de
Bestell-Hotline: 01805 – 001 905
(0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend)